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Photovoltaik-Datenlogger integriert Smart Metering |
SSV entwickelt PV-Datenlogger mit standardkonformen Smart-Metering-Schnittstellen Ein typischer PV-Datenlogger ist zurzeit noch eine isolierte Dateninsel. Er entnimmt dem Wechselrichter die zur Verfügung stehenden Betriebsdaten, speichert sie lokal auf einem nichtflüchtigen Datenträger und visualisiert dem Anlagenbetreiber direkt oder mit Hilfe eines Internet-Portals die aktuellen Produktionsdaten über verschiedene Zeiträume. Verbindungen zur Gebäudeautomatisierung und zu anderen Versorgungseinrichtungen, wie beispielsweise den vor Ort vorhandenen Energiezählern sind meistens nicht vorgesehen. Durch den Datenlogger kennt der Betreiber in der Regel lediglich die PV-inspeiseleistung, den Ertrag und die vermiedenen CO2-Emmisionen. Der Eigenverbrauch und die dadurch entstandenen Kosten bleiben unberücksichtigt.
Seit Januar dieses Jahres werden in deutschen Haushalten auf Grund der geänderten Rahmenbedingungen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) so genannte Smart Meter – also elektronische Zähler mit einer Datenschnittstelle – installiert. In den nächsten Jahren werden diese neuen Zähler die elektromechanischen Zählwerke vollständig ersetzen.
Über die neu entwickelte PV/LOG2-Plattform bietet SSV nun integrative Datenlogger an, die per RS485, CAN oder Ethernet mit der PV-Anlage und gleichzeitig mittels M-Bus, Wireless-M-Bus/KNX oder über die eHZ-INFO-Schnittstelle mit den Smart-Metering-Baugruppen eines Gebäudes verbunden sind. Dadurch lässt sich erstmals eine kombinierte Erzeuger/Verbraucher-Energiebilanz erstellen und die eigene Energieeffizienz optimieren. Auch der Eigenverbrauch gemäß der EEG-Novellierung kann so in die Komplettbetrachtung einbezogen werden.
Als Basis für die Smart-Metering-Schnittstelle dienen zum einen die Open-Metering-Spezifikationen (OMS) der Verbände figawa, KNX und ZVEI, an denen SSV in den letzten Jahren aktiv mitgearbeitet hat. Der OMS-Vorschlag ist derzeit auch innerhalb des europäischen Normungskomitees CEN unter der Abkürzung TC294 (Datenaustausch mit Zählern über Bussysteme und Schnittstellen) auf dem Weg zur europaweiten Smart-Metering-Norm. Darüber hinaus wird aber auch die INFO-Schnittstelle des elektronischen Haushaltszählers (eHZ) gemäß dem FNN-Lastenheft unterstützt.
Bei der Entwicklung der neuen Datenlogger-Plattform wurde den inzwischen gültigen EuP-Richtlinien gegen stromfressende Büro- und Haushaltsgeräte besondere Beachtung gewidmet. Daher liegt die typische Leistungsaufnahme eines PV/LOG2-basierten Datenloggers im Dauerbetrieb deutlich unterhalb von 2 W. Obendrein wird die EU-Netzteilverordnung 278/2009 hinsichtlich Nulllast und durchschnittlicher Effizienz bei weitem übertroffen. |